strike! Streitschrift für revolutionären Unionismus und Rätekommunismus Comments http://strike.blogsport.de Mon, 20 Nov 2017 11:06:57 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Karl Wrdlmrmpfd http://strike.blogsport.de/2014/02/11/der-groko-mindestlohn-zementiert-den-niedriglohnsektor/#comment-7 Sun, 16 Feb 2014 21:37:55 +0000 http://strike.blogsport.de/2014/02/11/der-groko-mindestlohn-zementiert-den-niedriglohnsektor/#comment-7 "Dabei geht es in einem ersten Schritt um das Hochtreiben des Preises für den Verbrauch menschlicher Arbeitsleis­tung, um in einem zweiten Schritt eine generelle Infragestellung des ka­pitalistischen Lohnsystems einzuleiten." Ich meine, dass ihr mit diesem Tenor des Artikels leider den emanzipatorischen Inhalt der Arbeiterbewegung und ihre Erfahrungen vergesst. Von "Mehr Lohn" zur Aufhebung des Lohnsystems führt nur ein sprachlicher Zusammenhang, nicht der inhaltlich entscheidende. Das Lohnsystem ist im Kern dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitenden arbeiten ohne die Verantwortung dafür zu haben; sie arbeiten in fremdem Auftrag gegen Bezahlung. Das Lohnsystem wird dann aufgehoben werden können, wenn die Arbeitenden die Verantwortung für ihre Arbeit selbst haben wollen. Der Handel um die Höhe des Lohns liegt immer noch in dem Bereich des Lohnsystems selbst und kettet die Arbeitenden auch daran, solange sie nicht darüber hinaus gehen wollen. Insbesondere hat der Lohnkampf immer zu einer Verbreiterung der Mittelschicht unter den Arbeitenden geführt, d.h.zu einer Stärkung des Systems und einer Schwächung des Emanzipationsstrebens. Das entscheidende Moment dabei wäre, die Gleichheit unter den Arbeitenden voranzustellen. Denn wenn wir ohne Lohnsystem arbeiten wollen, muss es eine Angleichung der Arbeitsbedingungen und eine Angleichung in der Verteilung der produzierten Güter geben. Deshalb hat die historische IWW auch keine Tarifverträge abgeschlossen, sondern die Lohnkämpfe so geführt, dass sich die Arbeitenden zusammenschließen und sich darauf vorbereiten, die Leitung der Betriebe zu übernehmen. Das Problem liegt bei den höheren Schichten unter den Arbeitenden, die durch höhere Löhne dazu neigen, sich mit dem Kapital zu arrangieren. Deshalb sind reine Lohnkämpfe zweischneidig. Die Überwindung des Lohnsystems ist keine Lohnfrage, sondern eine Bildungs- und Kulturfrage. Wir müssen unseren eigenen Wert und unsere eigenen Möglichkeiten erkennen und die Zuversicht gewinnen, durch Ablösung des Kapitalmanagements den Zerstörungsweg der modernen Zivilisation ändern zu können. „Dabei geht es in einem ersten Schritt um das Hochtreiben des Preises für den Verbrauch menschlicher Arbeitsleis­tung, um in einem zweiten Schritt eine generelle Infragestellung des ka­pitalistischen Lohnsystems einzuleiten.“
Ich meine, dass ihr mit diesem Tenor des Artikels leider den emanzipatorischen Inhalt der Arbeiterbewegung und ihre Erfahrungen vergesst. Von „Mehr Lohn“ zur Aufhebung des Lohnsystems führt nur ein sprachlicher Zusammenhang, nicht der inhaltlich entscheidende.
Das Lohnsystem ist im Kern dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitenden arbeiten ohne die Verantwortung dafür zu haben; sie arbeiten in fremdem Auftrag gegen Bezahlung. Das Lohnsystem wird dann aufgehoben werden können, wenn die Arbeitenden die Verantwortung für ihre Arbeit selbst haben wollen. Der Handel um die Höhe des Lohns liegt immer noch in dem Bereich des Lohnsystems selbst und kettet die Arbeitenden auch daran, solange sie nicht darüber hinaus gehen wollen. Insbesondere hat der Lohnkampf immer zu einer Verbreiterung der Mittelschicht unter den Arbeitenden geführt, d.h.zu einer Stärkung des Systems und einer Schwächung des Emanzipationsstrebens. Das entscheidende Moment dabei wäre, die Gleichheit unter den Arbeitenden voranzustellen. Denn wenn wir ohne Lohnsystem arbeiten wollen, muss es eine Angleichung der Arbeitsbedingungen und eine Angleichung in der Verteilung der produzierten Güter geben.
Deshalb hat die historische IWW auch keine Tarifverträge abgeschlossen, sondern die Lohnkämpfe so geführt, dass sich die Arbeitenden zusammenschließen und sich darauf vorbereiten, die Leitung der Betriebe zu übernehmen. Das Problem liegt bei den höheren Schichten unter den Arbeitenden, die durch höhere Löhne dazu neigen, sich mit dem Kapital zu arrangieren. Deshalb sind reine Lohnkämpfe zweischneidig. Die Überwindung des Lohnsystems ist keine Lohnfrage, sondern eine Bildungs- und Kulturfrage. Wir müssen unseren eigenen Wert und unsere eigenen Möglichkeiten erkennen und die Zuversicht gewinnen, durch Ablösung des Kapitalmanagements den Zerstörungsweg der modernen Zivilisation ändern zu können.

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by: LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch » Das Dilemma der „Gewerkschaftslinken“. „Wir stehen am Beginn einer Grundsatzdebatte.“ http://strike.blogsport.de/2012/09/28/das-dilemma-der-gewerkschaftslinken/#comment-5 Wed, 23 Jan 2013 12:19:51 +0000 http://strike.blogsport.de/2012/09/28/das-dilemma-der-gewerkschaftslinken/#comment-5 [...] Quelle:  Artikel der strike!-Redaktion vom 28. September 2012    auf  strike! Streitschrift für revolutionären Unionismus und Rätekommunismus [...] […] Quelle:  Artikel der strike!-Redaktion vom 28. September 2012    auf  strike! Streitschrift für revolutionären Unionismus und Rätekommunismus […]

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by: Blogempfehlung! « IWW Rostock http://strike.blogsport.de/2012/09/26/schulden-und-sparzwaenge-sind-in-aller-munde-der-zusammenhang-von-steuern-schulden-und-umverteilung-wird-jedoch-verschwiegen/#comment-3 Thu, 11 Oct 2012 19:24:23 +0000 http://strike.blogsport.de/2012/09/26/schulden-und-sparzwaenge-sind-in-aller-munde-der-zusammenhang-von-steuern-schulden-und-umverteilung-wird-jedoch-verschwiegen/#comment-3 [...] Im Rahmen der Arbeit der Berliner Wobblies sind bereits 2 Flugblätter entstanden, Nr. 1 mit dem Titel ” Lohndumping und Sozialabbau: “Die dunkle Seite der Wirtschaftsexpansion um jeden Preis”, in dem es darum geht, die dunklen Seiten des “Exportweltmeisters Deutschland” aufzueigen und Nr. 2 mit dem Titel “Schulden und Sparzwänge sind in aller Munde – der Zusammenhang von Steuern, Schulden und Umverteilung wird jedoch verschwiegen”. Der Inhalt des 2ten Flugblattes handelt davon, wie die Kosten der Weltwirtschaftskrise auf die Lohnabhängigen abgewälzt werden. [...] […] Im Rahmen der Arbeit der Berliner Wobblies sind bereits 2 Flugblätter entstanden, Nr. 1 mit dem Titel ” Lohndumping und Sozialabbau: “Die dunkle Seite der Wirtschaftsexpansion um jeden Preis”, in dem es darum geht, die dunklen Seiten des “Exportweltmeisters Deutschland” aufzueigen und Nr. 2 mit dem Titel “Schulden und Sparzwänge sind in aller Munde – der Zusammenhang von Steuern, Schulden und Umverteilung wird jedoch verschwiegen”. Der Inhalt des 2ten Flugblattes handelt davon, wie die Kosten der Weltwirtschaftskrise auf die Lohnabhängigen abgewälzt werden. […]

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